Acrylnägel reparieren

Acrylnägel reparieren – 3 wichtige Tipps?

 

© Christoph Hähnel - Fotolia.com

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Acrylnägel gelten als deutlich stabiler und haltbarer als Naturnägel oder andere Arten von Kunstnägeln. Dennoch können auch Acrylnägel im Laufe der Zeit den einen oder anderen Schaden erleiden. Die Rede ist hierbei von Brüchen, Absplitterungen oder Rissen. Die denkbaren Situationen, in denen solche Schäden auftreten können, sind vielseitig. So können besonders lange Kunstnägel beispielsweise leicht in einer Autotür geklemmt werden oder beim Öffnen eines Dosenverschlusses brechen. Unter normalen Umständen geschieht dies zwar weniger schnell, als bei einem Gel- oder Naturnagel, aber die Erfahrungen mit Acrylnägeln haben gezeigt, dass Schäden immer wieder auftreten können.

Eine weitere denkbare Gefahrenquelle für die Unversehrtheit der eigenen Acrylnägel entsteht häufig auch im Zusammenhang mit einer gut gemeinten aber falsch ausgeführten Pflege. Viele Nagelliebhaber versuchen noch immer ihre Acrylnägel zu schneiden oder mit einem Nagelknipser zu bearbeiten, um diese zu kürzen. Dies ist die falscheste Vorgehensweise, die Nagelfreunde überhaupt nur an den Tag legen können. Durch eine derartige Behandlung bricht der Nagel häufig ab, es kommt zu Splitterungen und unter Umständen kann dabei sogar der Naturnagel nachhaltig verletzt werden. Genau aus diesem Grund sollten Acrylnägel stets nur gefeilt und niemals mit einer Schere oder einem Nagelknipser gekürzt werden.

Doch all die verschiedenen Vorsichtsmaßnahmen können manchmal nicht ausreichen und es passiert doch, dass ein Acrylnagel einreißt, abbricht oder splittert. In diesem Fall besteht sofortiger Handlungsbedarf, um schlimmere Schäden oder gar Verletzungen zu vermeiden. Wie genau Nagelfreunde ihre Acrylnägel reparieren können, wird nachfolgend in Form von drei wichtigen Tipps vorgestellt. Selbstverständlich sind bisweilen auch andere Möglichkeiten denkbar, allerdings können diese drei Methoden als grundlegende Handlungsweisen angesehen werden, die bei den meisten Notfällen helfen können.

Tipp 1: Feilen

Wer seine Acrylnägel selbst reparieren möchte und es in erster Linie mit kleinen Absplitterungen, Rissen oder Brüchen zu tun hat, der kann mit dem Einsatz von einer Kunstnagelfeile häufig schon sehr viel erreichen. Nagelfeilen werden nicht nur verwendet, um Kunstnägel zu kürzen, sondern auch um kleinere Reparaturarbeiten durchzuführen. Wichtig ist allerdings, dass hierbei auf die richtigen Feilen gesetzt wird. Auf keinen Fall sollten die klassischen Metallfeilen verwendet werden, wie sie in jedem Drogeriemarkt zu erstehen sind. Diese Metallfeilen haben nicht nur ein sehr geringes Hygienepotential, sondern erweisen sich häufig auch als zu hart für den eigenen Nagel. Sie können die Nagelstruktur noch stärker angreifen und helfen dementsprechend nur wenig dabei, die eigenen Acrylnägel effektiv zu reparieren.

Wer kleinere Schäden mithilfe einer Feile reparieren möchte, sollte genau auf die Körnung der Feile achten. Hohe Zahlen deuten auf sehr feine Ergebnisse hin, während niedrige Zahlen eine grobe Körnung erkennen lassen. Wer mit einem Riss in seinem Acrylnagel zu kämpfen hat, der sollte möglichst vorsichtig feilen, um keine Brüche zu riskieren oder den Nagel gar noch weiter einreißen zu lassen. Überdies sollte schnell gehandelt werden, um zu verhindern, dass auch der Naturnagel in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei Absplitterungen an der Nagelspitze muss weniger vorsichtig vorgegangen werden, allerdings gilt es selbstverständlich auch hierbei größte Sorgfalt bei der Reparatur walten zu lassen.

Tipp 2: Ausbessern

Je nachdem, um welche Art von Schaden es sich handelt, kann ein Auffüllen der Acrylnägel dabei helfen, eben diesen Schaden zu reparieren. Viele Nagelfreunde, die zum ersten Mal mit einem Kunstnagel ausgestattet sind, schätzen beispielsweise einen nachgewachsenen Nagel fälschlicherweise als Schaden ein. Dabei handelt es sich hierbei lediglich um einen vollkommen natürlichen Prozess – wenn der Nagel wächst, wird der untere Nagelbereich früher oder später nicht mehr vom Kunstnagel bedeckt sein. Das Auffüllen der Nägel mit neuer Modelliermasse wird in diesem Fall angeraten, um die attraktive Optik weiterhin zu gewährleisten.

Dasselbe gilt auch dann, falls es, wider Erwarten einmal zu einem Abplatzen des Acryls kommen sollte. Wenn sich feine Risse oder unausgefüllte Stellen auf dem Nagel erkennen lassen, kann mithilfe neuer Modelliermasse eine Ausbesserung dieser Defekte vorgenommen werden. Wichtig ist es hierbei allerdings eine umfangreiche Desinfektion vorzunehmen, um zu verhindern, dass Bakterien oder andere schädliche Elemente unter den Acrylnagel gelangen können. Dies gilt übrigens für alle Arten von Reparaturmaßnahmen, die eigenhändig durchgeführt werden. Verschiedene Unternehmen bieten speziell auf die Bedürfnisse von Nagelliebhabern abgestimmt Desinfektionsprodukte an, die sich ganz besonders auch bei Reparaturmaßnahmen empfehlen.

Tipp 3: Neu modellieren

Wenn der eigene Acrylnagel nicht mehr zu retten ist, hilft in vielen Fällen leider nur die komplette Neumodellierung. Dies ist beispielsweise dann angeraten, wenn der Nagel zu stark beschädigt ist oder auch der darunterliegende Naturnagel in Mitleidenschaft gezogen wurde. In einem solchen Fall sollte die Vorsicht immer vorgehen, denn niemand möchte schließlich eine Entzündung oder Infektion riskieren. Dementsprechend sollte der betreffende Acrylnagel zunächst sorgsam, aber gleichzeitig auch vorsichtig abgelöst werden. Dies wird mithilfe eines sogenannten Acetonbades möglich. Anschließend kann ein neuer Acrylnagel aufgetragen werden. Sollte der Naturnagel beschädigt sein, wird geraten diesen zunächst vollständig ausheilen zu lassen. Wer sich nicht sicher ist, wie ein verletzter Naturnagel auf ein Acetonbad reagiert, sollte unter Umständen den professionellen Rat in einem Nagelstudio oder bei einem Arzt suchen.