Acrylnägel lackieren

Acrylnägel lackieren – Hilfreiche Tipps

© Christoph Hähne - Fotolia.com

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Wer sich für Kunstnägel interessiert, hegt in der Regel auch den Wunsch nach einer optischen Aufwertung natürlich aussehender Nägel. Zwar ist es durchaus möglich auch Kunstnägel ganz klassisch und unlackiert zu tragen, zumeist sollen aber ein paar visuelle Highlights in Form von Farben oder Mustern her. Die einfachste Methode hierfür ist sicherlich das Verwenden eines farbigen Acrylpulvers, das häufig auch bereits in den sogenannten Starters Sets enthalten ist. Mit diesem farbigen Pulver wird es möglich, dem eigenen Acrylnagel von vornherein eine Farbe zu geben, die dann wiederum dauerhaft haltbar ist. Für gewöhnlich empfehlen sich diesbezüglich eher zarte Töne, da diese weniger auffällig sind und bei Bedarf auch einfacher überlackiert werden können. Theoretisch ist es auch bei der Nagelmodellage selbst bereits möglich verschiedene Effekte wie beispielsweise Glitzer einzuarbeiten. Die jeweils erstandenen Materialien geben zur genauen Vorgehensweise in der Regel detaillierte Auskunft.

Wer sich allerdings nicht schon bei der Modellage der eigenen Kunstnägel auf eine bestimmte Farbe einschießen möchte, der erhält selbstverständlich auch im Anschluss noch die Möglichkeit die eigenen Acrylnägel lackieren und dekorieren zu können. Hierbei sollten jedoch einige Aspekte beachtet werden, um die Freude an den eigenen Acrylnägeln dauerhaft gewährleisten zu können.

Der Untergrund ist von Bedeutung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die eigenhändig erstellten Acrylnägel zu versiegeln – eine bestimmte Gelschicht ist hierbei ebenso denkbar wie das Auftragen eines Lackes oder das Versiegeln der Poren mit einer sogenannten Polierfeile. Je nach individuellen Fähigkeiten und handwerklichem Geschick sollten Nagelliebhaber sich für eine der verschiedenen Methoden entscheiden. Dies gilt vor allem dann, wenn die Freunde von natürlich aussehenden Kunstnägeln vorhaben ihre Acrylnägel zu lackieren. Wer vorab nicht dafür sorgt, dass der Untergrund optimal vorbereitet ist, riskiert unschöne Verfärbungen oder gar eine Zerstörung des eigenen Acrylnagels.

Für Anfänger, die zum ersten Mal Acrylnägel selbst hergestellt haben, empfiehlt sich zunächst das Auftragen eines entsprechenden Unterlackes. Dieser lässt sich explizit für Acrylnägel erwerben, generell ist aber auch jeder andere klassische Unterlack denkbar. Dieser Unterlack versiegelt den Acrylnagel und sorgt dafür, dass der farbige Nagellack, welcher anschließend aufgetragen wird, nicht in die Poren eindringen und zu Verfärbungen führen kann. Zusätzlich wird die Oberfläche des Acrylnagels durch den Unterlack geschützt. Wer seine Acrylnägel lackieren möchte, sollte mit dem Unterlack nicht zu sparsam umgehen, diesen aber unbedingt gut durchtrocknen lassen. Am besten empfiehlt es sich nach dem Auftragen des Unterlacks mindestens eine Stunde zu warten, bevor der Nagel weiter lackiert wird.

Der Auftrag des Nagellacks

Wer seine Acrylnägel lackieren möchte und hierfür bereits einen perfekt durchtrockneten Unterlack aufgetragen hat, der kann nun mit dem Auftrag des tatsächlichen Farblacks weitermachen. Auch diesbezüglich existieren diverse Produkte, die speziell für die Anwendung bei Acrylnägeln geeignet sind. Generell eignen sich aber auch klassische Nagellacke, wie sie sich bereits im eigenen Kosmetikschrank befinden. Der Auftrag des Nagellacks sollte am besten in zwei Phasen erfolgen, wobei ein Durchtrocknen unbedingt von Bedeutung ist.

Für ein möglichst ansehnliches Ergebnis sollte der Nagellack in zwei Schichten aufgetragen werden, die jede für sich nicht zu dick sein sollten. Es empfiehlt sich den Lack zunächst in der Mitte und dann an den äußeren Seiten aufzutragen. Beim Nagelbett wird begonnen, an der Nagelspitze gestoppt. Eine ruhige Hand stellt sich mit etwas Übung gewissermaßen von allein ein. Sobald die erste Schicht des Nagellacks aufgetragen wurde, gilt es eine Weile zu warten, bis der Nagellack wirklich komplett durchgetrocknet ist. Ansonsten werden Bläschen, Schlieren oder andere unschöne Effekte riskiert. Anschließend erfolgt der Auftrag einer zweiten Schicht Nagellack, um das farbliche Ergebnis zu intensivieren und einen besseren Halt zu erzielen. Die Vorgehensweise beim Auftragen der zweiten Schicht unterscheidet sich nicht von der bei der ersten.

Überlack schützt und stabilisiert

Sobald der farbige Nagellack getrocknet ist, denken viele Nagelliebhaber, dass sie mit dem Lackieren ihrer Acrylnägel fertig wären. Tatsächlich zeigt sich jedoch, dass abschließend noch ein Schritt angeraten ist, um den eigenen Nagellack dauerhaft haltbar werden zu lassen. Die Rede ist von einem sogenannten Überlack, der zum Abschluss auf den Nagellack aufgetragen wird. Dieser Überlack ist farblos und bringt die Farbe des Nagellacks zum Glänzen. Gleichzeitig wird die Farbe vor ungewollten Splitterungen oder Kratzern bewahrt und der Nagellack hält länger. Allerdings sollte beim Auftragen des Überlacks unbedingt darauf geachtet werden, dass der vorher aufgetragene Nagellack wirklich komplett durchgetrocknet ist. Nur dann wird ein sauberes und ansehnliches Ergebnis erzielt.

Wer sich übrigens nach einer Weile für eine neue Farbe entscheidet und seine Acrylnägel neu lackieren möchte, der kann den Nagellack ganz einfach mit einem Nagellackentferner abtragen, ohne den Acrylnägeln zu schaden. Dies gilt allerdings nur, wenn der Nagellackentferner zu 100% acetonfrei ist und auch keine strukturähnlichen Ersatzstoffe enthalten sind. Ansonsten droht sich der Acrylnagel aufzuweichen oder gar abzulösen. In der Regel sind gängige Nagellackentferner mittlerweile mit einem entsprechenden Hinweis ausgestattet. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, verlässt sich auf einen Nagellackentferner, der speziell für die Bedürfnisse von Acrylnägeln konzipiert wurde.