Acrylnägel feilen

Acrylnägel feilen – Was sollten Nagelfreunde beachten?

 

© Kzenon - Fotolia.com

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Nagelfreunde, die sich bereits aufmerksam durch unsere Informationsseiten gelesen haben, werden mittlerweile wissen, dass es nur eine einzige Möglichkeit gibt, um einen Acrylnagel infolge der regelmäßigen Pflege angemessen zu kürzen. Nagelschere oder auch Nagelknipser sollten bei Acrylnägeln unbedingt links liegen gelassen werden, denn sie kürzen den Nagel nicht ordnungsgemäß und schonend, sondern neigen dazu diesen einfach zu brechen und dadurch zu verletzen.

Speziell konzipierte und auf die Bedürfnisse von Kunst- bzw. Acrylnägeln abgestimmte Nagelfeilen ermöglichen eine deutlich schonendere und weniger riskante Kürzung der Nägel. Dieses Kürzen ist selbstverständlich auch bei Kunstnägeln notwendig. Immer wieder erreichen uns Anfragen von Nagelliebhabern, die sich die Frage stellen, weshalb Kunstnägel eigentlich gekürzt werden müssen, da diese ja nicht selbst wachsen können. Dies ist selbstverständlich richtig, allerdings betrifft das ausbleibende Wachstum tatsächlich nur den Kunstnagel, nicht aber den darunterliegenden Naturnagel, der selbstverständlich immer weiter wächst. Wer eine dauerhaft praktikable Länge bei seinen Acrylnägeln gewährleisten möchte, der kann entweder regelmäßig ein Nagelstudio aufsuchen und sich die Nägel dort für ein gewisses Entgelt in Form feilen lassen oder selbst Hand anlegen und auf diese Weise nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern gleichzeitig auch flexibel und unabhängig sein. Worauf all diejenigen, die ihre Acrylnägel feilen möchten, achten sollten, wird nachfolgend verraten.

Desinfektion ist wichtig

Wer mit einer Feile hantiert, die nicht nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt ist, der sollte großen Wert auf das Thema Desinfektion legen. Wer seine Nagelfeile nicht desinfiziert, riskiert langfristig gesehen eine Infektion, denn Bakterien können sich ansammeln und schon kleinste Mikroverletzungen können ausreichen, um einen großen Schaden davonzutragen. Genauso wie bei der Nagelfeile kann es auch nicht schaden, den Nagel selbst vor der Behandlung zu desinfizieren.

Die Wahl der richtigen Feile

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Nagelfeilen auf dieser Welt und schon allein der Gang in die nächste Drogerie eröffnet Nagelliebhabern schier unendliche Möglichkeiten. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass sich nicht jede Nagelfeile auch dafür eignet Acrylnägel feilen zu lassen. So sind beispielsweise die klassischen Metallfeilen überaus ungeeignet, um einen Acrylnagel sanft und schonend in Form zu bringen. Metallfeilen sind überaus hart und unbeugsam, was dazu führen kann, dass selbst Acrylnägel beschädigt werden.

Stattdessen empfiehlt es sich für all diejenigen, die ihre Acrylnägel feilen wollen, auf spezifische Nagelfeilen zurückzugreifen, die explizit zu diesem Zweck entwickelt wurden. Diese lassen sich häufig nicht in der Drogerie nebenan erstehen, erfüllen ihren Zweck allerdings deutlich besser und schädigen den Nagel weitaus weniger. Sandblattfeilen weisen meist eine unterschiedlich hohe Körnung auf, die in Abhängigkeit von der Höhe der ausgewiesenen Zahl sehr fein oder eher grob ist. Zweiseitige Nagelfeilen, die auf der einen Seite eine grobe und auf der anderen Seite eine feine Körnung aufweisen, schlagen in gewisser Weise zwei Fliegen mit einer Klappe.

Daneben existieren überdies noch Glas- oder auch Keramikfeilen, die im Schnitt allerdings deutlich teurer sind als die klassischen Sandpapierfeilen und sich dementsprechend nicht immer eignen. Auch elektrische Feilen haben in der letzten Zeit einen regelrechten Boom erlebt, wobei diese stets nur mit äußerster Vorsicht einzusetzen sind. Das Problem ist die richtige Dosierung aus Kraft und Geschwindigkeit, die bei elektrischen Feilen unbedingt eingehalten werden muss, um keine Verletzungen zu riskieren. Gerade bei Acrylnägeln sollte im privaten Hausgebrauch von solch elektrischen Feilen Abstand genommen werden.

Die optimale Technik

Im Netz und in Kennerkreisen existieren verschiedene Anleitungen, die dabei helfen sollen, die eigenen Acrylnägel feilen zu können. Viele dieser Anleitungen wurden explizit für Profis entwickelt und helfen dem Laien nur bedingt weiter. Trotzdem gilt es zwei besondere Hinweise unbedingt zu beachten:

  • lange Schwünge
  • von grob nach fein

Wer sich schon einmal die eigenen Nägel gefeilt hat, wird festgestellt haben, dass dabei eine nicht unerhebliche Hitzeentwicklung stattfinden kann. Dies ist besonders dann der Fall, wenn mit kurzen und schnellen Schwüngen gearbeitet wird. Diese Hitzeentwicklung ist für den Nagel schädlich und sollte vermieden werden. Deshalb raten Experten immer zu langen Schwüngen, bei denen deutlich weniger Hitze entsteht.
Der zweite wichtige Faktor betrifft die Vorgehensweise bzw. die Verwendung der unterschiedlich gekörnten Feilen. Dabei gilt allgemein die Richtlinie, dass immer vom grob nach fein gearbeitet werden sollte. Wer seine Acrylnägel feilen und dadurch in eine angenehme Länge bringen möchte, sollte dementsprechend mit einer groben Feile beginnen und abschließend mit einer sanften Feile den Feinschliff durchführen. Wer andersherum arbeitet, riskiert, dass der Nagel wieder aufreißt, Unebenheiten zurückbleiben und das Ergebnis alles anderes als ansehnlich wird.