Acrylnägel auffüllen

Acrylnägel auffüllen – Die wichtigsten Tipps

 

Acrylnägel lang © Christoph Hähnel - Fotolia.com

Acrylnägel lang
© Christoph Hähnel – Fotolia.com

Das Nagelwachstum geht zwar nicht bei jedem in gleichem Tempo vonstatten, ist jedoch ein körpereigener Vorgang, der sich nicht abstellen lässt. Das gilt selbstverständlich auch dann, wenn die eigenen Nägel durch das Auftragen von Modelliermasse optisch verändert worden sind. Acrylnägel wachsen im Gegensatz zu den normalen Nägeln allerdings nicht, sondern verharren immer genau auf den Stellen, wo die Modelliermasse aufgetragen worden ist. Das bedeutet im Klartext, dass sich am Nagelbett früher oder später eine Stelle bildet, an welcher der eigene Naturnagel freiliegt, da der Nagel dort nachgewachsen ist. Dies ist im Normalfall nach circa zwei bis drei Wochen der Fall und sorgt für einen optisch eher unschönen Effekt. Um dem entgegenzuwirken bzw. diesen Effekt zu beseitigen, ist in der Regel vom Acrylnägel auffüllen die Rede. Diese Aufgabe wird häufig auch als Refill bezeichnet und lässt sich in der Regel am einfachsten bei einem Profi durchführen. Andererseits ist es für all diejenigen, die sich ohnehin ihre Acrylnägel selber machen, auch keine große Kunst Acrylnägel selbst aufzufüllen.

 

Die grundlegenden Prinzipien

Viele Liebhaber von Kunstnägeln gehen davon aus, dass bei einem Refill der komplette Kunstnagel zunächst abgenommen werden muss, um dann in neuer Form wieder aufgebracht zu werden. Hierbei ist in der Regel aber nicht mehr von einem Refill die Rede, sondern stattdessen von einer kompletten Neumodellage. Bei Acrylnägeln funktioniert das Auffüllen deutlich leichter und weitaus weniger kompliziert. Im Grunde genommen sind zwei separate Arbeitsschritte notwendig, um die eigenen Acrylnägel auffüllen zu können:

  • Kunstnagel kürzen
  • ausgewachsene Stelle auffüllen

Beide Arbeitsschritte verstehen sich im Grunde genommen von selbst und liegen auf der Hand. – Um eine gleichbleibende Nagellänge sicherzustellen, ist das Kürzen der Nägel von großer Relevanz. Hierbei sollte auf keinen Fall mit einer Nagelschere oder einem Nagelknipser gearbeitet werden, da es zu Brüchen oder Splitterungen der Kunstnägel kommen kann. Stattdessen empfehlen sich spezifische Feilen, die extra für die Anwendung bei Kunstnägeln geeignet sind. Wer sich hingegen mit einer gesteigerten Nagellänge anfreunden kann, muss die Kunstnägel selbstverständlich nicht unbedingt schon nach zwei bis drei Wochen kürzen. Allerdings sollte auch diesbezüglich im Hinterkopf behalten werden, dass überlange Kunstnägel ein höheres Risiko für Verletzungen oder aber auch Brüche und Splitterungen mit sich bringen.

Die konkrete Vorgehensweise

Im Prinzip unterscheidet sich die Vorgehensweise beim Auffüllen von Acrylnägeln nicht wesentlich von den Arbeitsschritten, die bei der Erstmodellage notwendig gewesen sind. Zunächst muss wieder eine Desinfektion erfolgen, um sicherzugehen, dass sich keine ungewollten Keime oder Bakterien unter dem Kunstnagel einnisten können, die wiederum eine Entzündung nach sich ziehen können. Anschließend muss der nachgewachsene Naturnagel erneut aufgeraut und vom Nagelstaub befreit werden. Nagelhaut muss eventuell entfernt werden. Anschließend erfolgt die Behandlung mit dem Primer, die dafür sorgt, dass der Naturnagel entfettet wird.

Sobald diese Vorbereitungen abgeschlossen wurden, erfolgt das eigentliche Auffüllen der Acrylnägel. Hierfür werden wiederum Acrylpulver, Modellierflüssigkeit und Pinsel benötigt. Der Pinsel wandert zuerst in das Liquid und anschließend in das Pulver, welches sich in Verbindung mit dem Pinsel zu einem Kügelchen transformiert. Dieses Kügelchen ist nun formbar und wird mit dem Pinsel auf dem nachgewachsenen Naturnagel aufgetragen, um die dort entstandene Lücke aufzufüllen.

Je nachdem für welche Art von farblicher Gestaltung Nagelliebhaber sich entscheiden, erweist sich das Auffüllen der Acrylnägel als relativ simpel oder auch kompliziert. Aufwendige Muster, Farbverläufe oder andere Gestaltung sind beim Acrylnägel auffüllen häufig etwas komplizierter zu beachten als klassisch einfarbige Nägel. Auch diesbezüglich zeigt sich jedoch, dass Übung den Meister macht und Probieren oftmals über studieren geht. Durch die einfache und nagelschonende Entfernung von Acrylnägeln mit Aceton ist auch ein zweiter Versuch schnell in die Tat umzusetzen.